Projekt LTER-CWN

Am Neusiedler See und fünf weiteren Standorten in Österreich entsteht im Infrastrukturprojekt LTER-CWN ein zusammenhängendes Netzwerk ähnlich ausgestatteter Messstationen für die ökologische (Langzeit-)Forschung, um die Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die Umwelt zu  verstehen.

Das Hauptaugenmerk der Untersuchungen liegt auf den Auswirkungen extremer Klimaereignisse auf die Umwelt. Die Forscher/innen analysieren den Austausch von Treibhausgasen wie Methan, Lachgas und Kohlendioxid zwischen Böden und Luft, genauso wie wechselnde Wassertransporte und -verfügbarkeit sowie die Stickstofffreisetzung von Böden.

Der Schilfgürtel des Neusiedler Sees ist für die LTER-CWN-Wissenschaftler/innen besonders interessant, da die Kohlenstoffspeicherung und Methanfreisetzung in derartigen Schilfgürteln bisher nicht erforscht ist. Der breite Schilfgürtel des Neusiedler Sees könnte in naher Zukunft große Relevanz für die Klimagasbilanz Österreichs haben und ein wichtiger, bislang nicht bilanzierter Kohlenstoffspeicher sein. Des Weiteren ist der Schilfgürtel die Zone des Sees, die zuerst mit Stickstoff- und Phosphoreinträgen aus der Landwirtschaft in Kontakt kommt.

Das fünfjährige LTER-CWN-Projekt wird von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG mit knapp 1,7 Mio. Euro gefördert (2017-2022).

 

WEITERE INFOS:

www.lter-austria.at/cwn-standorte-neusiedler-see